foto2.jpg

Forschungsprojekt QualiMeat

Die Verpackung von Fleisch erfüllt zentrale Aufgaben für Logistik und Lagerung, steht aber auch in Interaktion mit der Qualität des Füllgutes. Im Rahmen des Projektes soll nun die Wechselwirkung von verwendeten Folien auf das verpackte Fleisch sowie die Anwendung optimierter Folien im Verpackungsprozess genauer untersucht werden.

Im ersten Arbeitspaket werden unterschiedlichste Verpackungsmaterialen von konventionellen Verpackungen bis zu Folien aus nachwachsenden bzw. ressourcenschonenden Rohstoffen analysiert und anhand mechanischer Eigenschaften sowie funktioneller Parameter wie Barrierefunktion oder Dichtigkeit charakterisiert. Die wissenschaftlichen Partner der Hochschule Kempten, der Universität Innsbruck und des MCIs erstellen nach Recherchen und Testreihen eine Datenbank und treffen in Abstimmung mit den Anwendern eine Auswahl von Testfolien.

Im zweiten Arbeitspaket wird die Wechselwirkung zwischen Fleisch und den ausgewählten Testfolien untersucht. Dabei werden Änderungen in Farbe, Textur, Keimzahl und Fetten gemessen. Es wird untersucht, inwieweit die Verpackung Einfluss auf die Haltbarkeit (Shelf Life) der Produkte hat, also welche Folien das Fleisch am besten frischhalten. Invasive Laboranalysen werden dabei im Department für Lebensmittel- und Rohstofftechnologie des MCI durchgeführt. Nicht-invasive Messmethoden stellt das Institut für Analytische Chemie und Radiochemie der Universität Innsbruck mittels modernsten analytischen Verfahren wie Nahinfrarot- und RAMAN Spektrometrie zur Verfügung.

Im dritten Arbeitspaket sollen die Ergebnisse auf ihre Anwendbarkeit geprüft werden. Eine Veränderung der Verpackungssysteme hat auch direkten Einfluss auf den Verpackungsprozess, denn das Bedrucken und Verschweißen von Folien sowie die Maschinengängigkeit sind wichtige Faktoren für die Anwendbarkeit der Ergebnisse. Die Verpackungsexperten der Unternehmen MULTIVAC Sepp Haggenmüller und Naturabiomat bringen in diesem Bereich Ihre Expertise ein.
Aus den im Projekt gewonnen Erkenntnissen werden dann Empfehlungen für den Einsatz in der Praxis abgeleitet und der gesamten Branche zur Verfügung gestellt. Dem Partner ZLV kommt dabei als Multiplikator eine wichtige Rolle zu.

Neben der fachlichen Vernetzung der beteiligten Partner dient das Projekt insbesondere zur Standortentwicklung der Regionen Bayern und Tirol  sowie dem Aufzeigen von Potenzialen zur Steigerung der Wertschöpfung. Besonderes Augenmerk wird auf Umweltschutz und nachhaltigen Ressourceneinsatz gelegt.